Planung ist alles, aber gute Nerven auch nicht verkehrt…
Vorab sei gesagt, dass ich eigentlich ziemlich gerne plane und Mo eher als der Spontanere von uns beiden gilt. Eigentlich.
Eigentlich mag ich ihn auch ganz arg. Eigentlich.Und eigentlich bin ich ganz umgänglich. Eigentlich. Nachdem der Kaufvertrag unterschrieben, das Geld überwiesen und es sozusagen kein zurück mehr gab, wurde uns relativ schnell bewusst welchen enormen Umfang unsere kleine Idee haben wird. Da es in den letzten Monaten neben viel Schweiß auch einige Tränen und Tobsuchtsanfälle gab, möchten wir in den kommenden Beiträgen von unseren Fortschritten, Erfahrungen aber auch Problemen und Rückschlägen berichten.
In diesem Zusammenhang ist es uns nochmals wichtig zu betonen, dass wir keine professionellen Ausbauer sind und unsere Tipps und Empfehlungen nur auf unseren subjektiven Erfahrungen oder Recherchen beruhen. Außerdem sind sie verständlicherweise auf unsere Bedürfnisse und Wünsche ausgerichtet. Es geht sicherlich an der ein oder anderen Stelle immer einfacher, schneller oder günstiger. Alle verwendeten Materialien werden wir entsprechend verlinken. Sie können aber auch sicherlich wo anders gekauft werden.
Gestartet sind wir mit verschiedenen Zeichnungen. Während ich lieber mit Papier und Stift arbeite, hat Mo ein Übersichtsmodell im Maßstab 1:10, mit verschiedenen Ansichten und Farbabstufungen in Exel erstellt. Da sich unsere Ideen und Planungen sehr oft geändert haben, ist diese Variante sicherlich die effizientere. Änderungen können hier schnell übertragen und modifiziert werden. Für den späteren Feinschliff und Möbeloptimierung, hat uns ein 3D Modell des Autos sehr geholfen. Ausgangspunkt unserer Planung war „unser“ alter Campingbus, ein CITROEN JUMPER mit dem wir zwar wirklich sehr gern unterwegs waren, aber nach einigen Urlauben viele, für uns, ungeschickte Ecken entdeckt haben.
Unsere Urlaubsgewohnheiten und diese „Mängel“ brachten uns dann zum Eigenausbau, welcher eher in Richtung autarkes Wohnmobil, als „einfacher“ VW- Bus ging. Dies beantwortet vielleicht auch eine Frage, die uns nach dem Kauf sehr oft gestellt wurde:
Warum habt ihr euch denn jetzt so ein riesen Ding gekauft?
Wir haben wirklich lange mit uns gerungen, ob wir unseren Schwerpunkt eher auf die Alltagstauglichkeit oder letztendlich Funktion und Reisekomfort legen wollen. Wie man sehen kann, haben wir uns für letzteres und somit zwangsläufig mehr Fahrzeugvolumen entschieden. Was aber nicht heißen muss, dass es immer ein entweder /oder sein muss. Der Crafter ist in unserer Ausführung sicherlich kein Auto mit dem man in der Stadt mal eben „schnell“ zum Bäcker fährt oder spontan einen Parkplatz findet. Allerdings bietet ein größeres Auto einfach auch mehr Platz und Gestaltungsfreiraum. Wir haben eine simple Pro- und Contraliste zur Entscheidungsfindung erstellt und uns überlegt:
Was ist uns grundsätzlich wichtig?
- mehrere Tage autark ohne Campingplatz etc. stehen können
sprich: eigene Wasser-und Stromversorgung, dauerhafte Kühlung und Lagerung von Lebensmitteln - guter Schlaf ohne komplizierte Umbaumaßnahmen
- sinnvoller Stauraum
- Waschmöglichkeit, portable Notfalltoilette
Weitere Infos folgen …




